H1: Zwei mal stark gespielt – zwei mal unglücklich verloren (vs. Vorhalle & vs. Iserlohn)

5. Februar 2020

Für die erste Herren ging es in der vergangenen Woche zu zwei Heimspielen in Folge, jeweils gegen zwei Mitfavoriten auf die ersten 3 Plätze – Vorhalle und Iserlohn.

BBK – TSV Vorhalle 67:75 (21:22|17:14||9:15|20:24)

In den vergangenen Jahren brachten die Spiele gegen den TSV Vorhalle bzw. ehemals BG Harkortsee stets viel Kampf und Spannung mit sich. Auch diesmal sollte es über sehr weite Strecken eine ausgeglichene Partie auf gutem Niveau werden. Gerade in der ersten Halbzeit zeigte sich das Boeler Team stark verbessert zu den letzten Partien, dem ersten Viertel konnte der zu alter Form findende Heiko Kassner mit 10 Zählern seinen Stempel aufdrücken. Im zweiten Spielabschnitt präsentierte sich die Erste sowohl in der Zonenverteidigung als auch im Angriff engagiert, gewährte den Gästen nur schwierige Würfe und damit lediglich 14 Zähler und gewann das Viertel schließlich auch. Dies bedeutete eine knappe Führung zur Halbzeit, Ziel war es, das Spiel weiter offen zu gestalten und erstmals auch am Ende gegen Vorhalle als Sieger vom Platz zu gehen. Diese Entschlossenheit zeigte man auch zunächst, ein schneller 9-2 Lauf nach der Pause erhöhte die Boeler Führung auf 9 Zähler und zwang die Gäste zur Auszeit. Allerdings sollten dies auch die letzten Punkte in diesem Viertel bleiben, zu viele einfache Fehler schlichen sich nun ins Pass- und Positionsspiel ein, sodass man schließlich mit einem Rückstand von 4 Zählern in den finalen Spielabschnitt ging. Leider konnten die Gäste nun auch von jenseits der Dreierlinie erfolgreich abschließen und einen entscheidenden Lauf starten, von dem sich die Boeler Erstvertretung nicht mehr erholen konnte.

Score: Kuhtz, J. 18, Kassner 14, Alfter 13, Kuhtz, S. 5, Krüsmann 4, Zahner-Gothen 4, Hartmann 4, Ladage 2, Wosnik 2, Drabek 1.

BBK – Iserlohn Kangaroos 74:77 (18:17|27:19||13:13|16:28)

Am darauf folgenden Freitag ging es zum Spiel gegen die Iserlohn Kangaroos. Im Hinspiel konnte man lange Zeit trotz massiver personaler Probleme mithalten und das Spiel offen gestalten. So nahm man sich an diesem Abend vor, mit einer etwas tieferen Bank, einen ersehnten Sieg einzufahren. Zu Beginn zahlte sich besonders die körperliche Überlegenheit am Brett aus, Frank Krüsmann und Marcel Zahner-Gothen konnten immer wieder erfolgreich am Brett abschließen oder zumindest Fouls des Gegner erzwingen. Auch Topscorer Joshua Kuhtz gelang es immer wieder von der Aufbauposition zum Korb zu ziehen und abzuschließen, dennoch blieben die Gäste aus Iserlohn 40 Minuten bei ihrer Mannverteidigung.

Mit einer knappen Führung von 18:17 ging es nun in den zweiten Spielabschnitt, welcher der wohl – zumindest offensiv – beste der Boeler Saison war. Ganze 27 Punkte gelangen der Ersten in diesen zehn Minuten, nun steigerte man vor allem auch die Quoten aus der Distanz sowie Mitteldistanz. Bis auf 13 Zähler konnte man wegziehen, zur Halbzeit betrug der Vorsprung immerhin noch recht komfortable 9 Punkte. Man war aus mehrfacher Erfahrung davor gewarnt, nach der Halbzeit eine Führung schnell zu verspielen und in Hektik zu verfallen. Dies tat man zu diesem Zeitpunkt jedoch keineswegs, vor allem defensiv stand man weiterhin sehr solide und gewährte den Gästen nur schwer erarbeitete 13 Zähler.

Nervös wurde man in der Folge allerdings dennoch, ein 9-2 Lauf der Iserlohner zu Beginn des letzten Spielabschnitts verkürzte zunächst auf 2, weitere schnelle 5 Zähler besorgten die erste Führung der Gäste seit einer gefühlten Ewigkeit. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf Messers Schneide, mehrfach wechselte die Führung die Seite bis zum äußerst unglücklichen Showdown der letzten Minute. Zunächst bewies Matthias Alfter starke Nerven, indem er mit zwei erfolgreichen Freiwürfen 20 Sekunden vor dem Ende nochmals den Ausgleich besorgte. Iserlohn verlor im folgenden Angriff den Ball und das Boeler Team hatte den Ball bei noch 3 zu spielenden Sekunden für den eigenen Einwurf parat. Nach dessen Ausführung, bekam Matthias Alfter den eigenen Ball zurück, während er mit einem Bein im Feld und einem Bein in der Luft nach offiziellem Regelwerk klar innerhalb des Feldes war und versenkte anschließend den vermeintlichen Gamewinner. Doch zur großen Überraschung Aller entschied ein Teil des Schiedsrichtergespanns auf Ausball und Ballbesitz Iserlohn. Ob man in einer solchen Phase von einer – offensichtlich falschen – Regelauslegung Gebrauch machen und nicht die Spieler auf dem Feld das Spiel entscheiden lassen sollte, wenn man sich unsicher ist, bleibt dahin gestellt. In der Folge traf Iserlohn einen wilden Buzzerbeater mit Brett zum glücklichen Sieg.

Dennoch lässt sich auf dieser Leistung aufbauen, sie sollte genug Motivation für ein erfolgreiches Spiel in Siegen am Samstag bieten.

Score: Kuhtz, J. 21, Kassner 13, Krüsmann 13, Alfter 9, Zahner-Gothen 9, Kuhtz, S. 3, Wosnik 2, Ladage 2.

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